Greven, 2018. Strukturierte Arbeit ist produktiv – lange Suchzeiten, unübersichtliche Bestände und unkontrollierte Nachbestellungen sind mit dem Paulus-Lager Geschichte. Optimierte Lagerorganisation sorgt für mehr Gewinn und bessere Arbeitsmotivation der Mitarbeiter, senkt Kosten, schafft Platz durch Strukturaufbau und entlastet den Inhaber durch Vereinfachung und Verlagerung von Prozessen.
Produktivitäts- und Wachstumsbeschleuniger
Das Paulus-Lager räumt mit den gravierenden Nachteilen einer normalen Lagerwirtschaft im Handwerk auf. Ein wesentliches Grundelement dieses Systems zur Lageroptimierung ist die Trennung von Standard- und Kommissionsmaterial, die sich durch den gesamten Materialfluss zieht und für alle im Betrieb transparent sowie nachvollziehbar wird. Von der Bestellung über die Warenannahme, Lagerung, Verarbeitung und Rücklauf von der Baustelle.
Standard- und Kommissionsmaterial getrennt lagern
Jedes Standardmaterial wird immer in denselben Fächern gelagert, die mit Papierkärtchen mit der Mindestlagermenge beschriftet sind. Kommissionsmaterial wird an anderer Stelle aufbewahrt und ist mit dem jeweiligen Kunden und Auftrag beschriftet. Dadurch ist gewährleistet, dass kein Kommissionsmaterial spontan oder für einen anderen Kunden entnommen wird.
Nachvollziehbare Bestellvorgänge
Entnimmt ein Monteur Teile aus dem Standardlager, sieht er auf der Lagerkarte, ob die Mindestmenge unterschritten ist. Er nimmt dann die Karte und bringt sie ins Büro. Dort bestellt eine Verwaltungskraft die für jeden Artikel in der Artikelliste festgelegte Bestellmenge nach oder bündelt die Standardmaterialbestellungen von ein paar Tagen. Die Bewirtschaftung von Standardmaterial findet komplett auf Monteurs- und Verwaltungsebene statt. Chef und Arbeitsvorbereitung sind davon komplett entlastet. Lediglich die Kommissionsware wird vom Arbeitsvorbereiter nach Aufträgen getrennt bestellt. Für jede Standardmaterialbestellung und jeden Kundenauftrag gibt es einen internen Bestellschein.
Wareneingang zentral prüfen
Im Paulus-Lager gibt es eine Warenannahmezone, in der immer der gleiche Mitarbeiter oder die Vertretung gelieferte Ware annimmt und prüft. Nicht passende Ware kann so umgehend an den Lieferanten zurückgegeben werden. Anschließend wird das Standardmaterial sofort ins Standardlager und das Kommissionsmaterial mit entsprechendem kundenbezogenen Bestellschein ins Kommissionslager gebracht. Auch die Rechnungsprüfung findet nicht mehr durch den Chef oder Arbeitsvorbereiter statt. Dies erledigt eine Verwaltungskraft im Büro.
Beschleunigung der Produktion
Jeder Monteur weiß, wo sein Material lagert und kann es ohne Suchen oder Nachfragen in die Werkstatt nehmen oder in sein Fahrzeug laden. Für jeden Auftrag steht sofort das richtige Material zur Verfügung. Dadurch verschwinden Leerlaufzeiten, mehrfache Bestellungen und unnötige spontane Einkaufsfahrten. Der Chef und Arbeitsvorbereitung können ihre Arbeitszeit produktiver einsetzen. Die Baustellen werden schneller abgeschlossen und die Kunden sind zufriedener.
Sinnvolle Verwendung von Rückläufern
Durch die Optimierung des Materialflusses wandern zwanzig bis dreißig Prozent – anstatt der sonst üblichen zehn Prozent – des nicht für einen Auftrag verbrauchten Standardmaterials wieder in den Produktionsprozess. Nicht mehr benötigtes Kommissionsmaterial wird an die Lieferanten retourniert. Was nicht zurückgeschickt werden kann, wandert in ein Kommissionsrestelager und wird in einem festen Turnus entsorgt, da es meist zu auftragsbezogen ist, um es wieder zu verwenden.
Leichtere und präzisere Kalkulation
Auch in der Verwaltung zieht sich die Trennung von Standard- und auftragsbezogenem Kommissionsmaterial durch. Angebote, Bestellscheine, Lieferscheine und Rechnungen werden für jeden Auftrag getrennt abgelegt. Aufgrund der dokumentierten Vorerfahrungen ist eine immer schnelle, sichere und profitablere Kalkulation möglich.
Inventur auf Knopfdruck
Mit dem Paulus-Lager ist eine rasche und zuverlässige Inventur möglich. Dazu werden die Mittelwerte der Artikelliste gebildet, was laut HGB erlaubt ist und auch einer Betriebsprüfung standhält.
Weitere Informationen unter www.paulus-lager.de.